Freitag, 29. Juli 2011

Sind Fette wirklich ungesund und machen dick? (Teil 1)

Um diese Frage richtig zu beantworten muss zwischen den verschiedenen Fettsäuren unterschieden, da sie unterschiedliche Eigenschaften besitzen. Meist ist der Unterschied zwischen den Fettsäuren den wenigsten bewusst und es wird  jede Fettart gemieden, obwohl manche Fette sehr wichtig für den Körper sind und die Gesundheit und den Fettabbau sogar fördern.

Der erste Teil soll sich mit den gesättigten Fettsäuren beschäftigen, deren Ruf schlechter ist, als sie es eigentlich verdient haben.

Zuerst einmal muss man wissen, woher der Name dieser Fettsäuren stammt. Fettsäuren bestehen aus Verknüpfungen von Kohlenstoff und Wasserstoffatomen, an deren Ende eine Carboxyl-Gruppe steht. Die Kohlenstoffatome besitzen 4 Stellen für Bindungen mit anderen Atomen. An zwei dieser Stellen setzt ein anders Kohlenstoffatom an, um eine Kette zu bilden. An den zwei weiteren freien Stellen können Wasserstoffatome ansetzen. Sind alle Kohlenstoffatome besetzt, dann liegt eine gesättigte Fettsäure vor.
Ist nur ein Wasserstoffatom, in einer Kette, an einem Kohlenstoffatom gebunden, dann liegt eine einfach-ungesättigte Fettsäure vor. Taucht dieser Fall mehrfach in einer Fettsäurenkette auf, dann handelt es sich um eine mehrfach-ungesättigte Fettsäure.

Auch unterscheiden sich die Fette in ihrer Länge. Bei mehr als 14 Kohlenstoffatomen handelt es sich um langkettige Fettsäuren. Liegen nur 8-12 Kohlenstoffatome vor, dann spricht man von mittelkettigen Fettsäuren.

gesättigte Fette
Allgemein lässt sich sagen, dass gesättigte Fette wegen ihrer Bindung am stabilsten sind. Dies macht sie besonders hitzestabil, deshalb eignen sie sich gut zum Anbraten oder Erhitzen. Man findet gesättigtes Fett zum größten Teil in Fleisch, Milchprodukten, Butter. Auch enthält Kokosöl viele gesättigte Fette.

Früher standen Nahrungsmittel mit gesättigten Fettsäuren im  Verdacht Herz-Kreislauf-Erkrankungen hervorzurufen, da sie die LDL-Rezeptoren der Leber vermindern und somit das LDL-Cholesterin im Blut steigt.  Diese Aussagen konnten allerdings durch Studien nicht gerechtfertigt werden und bei ausreichendem Konsum von Linolsäure sollten keine Komplikationen auftreten. Diese ist in einer ausgewogenen Ernährung ausreichend vorhanden.

Allerdings bieten gesättigte Fette auch keinerlei positive Eigenschaften für den Körper und dienen nur als Energielieferant, weshalb sie nicht zwingend zu einer ausgewogenen Ernährung gehören. Sollte man seine Kalorien stark einschränken, macht es Sinn die gesättigten Fette zu reduzieren, zu Gunsten wichtigerer Nährstoffe.

Weiterlesen? Hier gehts zu Teil 2.

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